Der erste Besuch beim Urologen



Es kommt sehr oft vor, dass Patienten verängstigt meine Praxis aufsuchen.
Angstauslöser sind fehlende Informationen bzw. falsche Vorstellungen über den Untersuchungsablauf und Krankheitsbilder.
Vielleicht kann ich Ihnen mit der Beantwortung oft gestellter Fragen ein bißchen die Angst nehmen.


Frage:
Mein Hausarzt hat mir bei meinem letzten Besuch geraten, einen Urologen aufzusuchen.
Ich bin ein bißchen verunsichert, weil ich noch nie bei einem Urologen war.
Wie genau läuft eine Untersuchung beim Urologen ab und was passiert dabei genau?


Antwort:
Zunächst einmal, es gibt keinen Grund sich über einen Besuch bei einem Urologen zu ängstigen.
Beim ersten Besuch wird der Facharzt ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen, damit er sich ein genaues Bild Ihrer Probleme machen kann.
Dabei wird er Sie auch nach weiteren Erkrankungen, vorausgegangenen Operationen und eventueller Medikamenteneinnahme fragen.
Nachdem der Urologe sich ein genaues Bild Ihrer Krankengeschichte gemacht hat, wird- je nach Notwendigkeit - eine Labordiagnostik erfolgen.
Dazu gehört die Beurteilung des Urins und eine eventuelle Blutentnahme.
Besonders bei Männern ab dem fünfundvierzigsten Lebensjahr ist die Bestimmung des PSA-Wertes (das Prostataspezifische Antigen) wichtig.
Dabei kann eine frühzeitige Diagnose von Prostatakrebs erhoben werden.
Im Anschluss daran wird eine körperliche Untersuchung vorgenommen.
Der Bauch wird abgetastet und die Nierenlager werden untersucht.
Bei den Männern werden je nach Notwendigkeit auch die äußeren Genitalien untersucht bzw. abgetastet.
Eine Ultraschalluntersuchung rundet die körperliche Untersuchung ab.
Dabei werden die Nieren, die Blase und die Prostata kontrolliert.
Bei Männern, die eine Krebs-Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen, wird zusätzlich eine "digitale untersuchung" durchgeführt.
Bei der digitalen Untersuchung wird die Prostata mit dem Finger untersucht, um Verhärtungen oder einen Tumor auszuschliessen.